Stützmaterial: PVA & Breakaway Filament
Mit separatem Stützmaterial drucken Sie Überhänge, Hohlräume und bewegliche Baugruppen, die mit normalen Stützstrukturen kaum möglich sind. Voraussetzung ist ein Drucker, der zwei Materialien verarbeitet, etwa mit Multimaterial-System, zwei Druckköpfen oder Werkzeugwechsler.
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Welches Stützmaterial passt zu welchem Filament?
| Stützmaterial | Entfernen | Passt zu |
|---|---|---|
| PVA | löst sich in Wasser | PLA, eingeschränkt weitere Materialien laut Herstellerangabe |
| HIPS | löst sich in Limonen | ABS und ASA |
| Breakaway | mechanisch abziehen | PLA und PETG, je nach Produkt |
Material sparen: Stützmaterial nur als Kontaktschicht
Sie müssen nicht die ganze Stützstruktur aus teurem Stützmaterial drucken. Im Slicer lässt sich festlegen, dass nur die Kontaktschichten direkt unter dem Bauteil (Interface) aus PVA oder Breakaway bestehen und der Rest aus dem Hauptmaterial. Das spart Material und Druckzeit, die Unterseite wird trotzdem sauber.
PVA richtig lagern und drucken
- PVA ist sehr feuchteempfindlich: immer luftdicht mit Trockenmittel lagern und möglichst aus einer Trockenbox drucken
- Feuchtes PVA wird weich, klebrig und kann im Förderweg brechen oder die Düse verstopfen
- Nicht zu heiß drucken und nicht lange in der heißen Düse stehen lassen, PVA verkohlt sonst
- Trocknen nach Herstellerangabe, typischerweise bei moderaten Temperaturen um 50 °C über mehrere Stunden
PVA auflösen
- Teil in Wasser legen, warmes Wasser beschleunigt das Lösen
- Bei PLA-Teilen das Wasser nicht heißer als etwa 40 °C wählen, sonst verformt sich das Bauteil
- Wasser bewegen oder regelmäßig wechseln, das verkürzt die Zeit deutlich
- Hinweise zur Entsorgung finden Sie im Sicherheitsdatenblatt des Herstellers
Alle Temperaturen und Werte sind typische Herstellerangaben (Stand Oktober 2026). Maßgeblich sind das Etikett und das technische Datenblatt des jeweiligen Filaments.
Häufige Fragen
Was ist PVA-Filament?
PVA (Polyvinylalkohol) ist ein wasserlösliches Stützmaterial. Nach dem Druck wird das Bauteil in Wasser gelegt, die PVA-Stützen lösen sich auf und hinterlassen saubere Oberflächen.
Wie lange dauert es, PVA aufzulösen?
Je nach Menge, Wassertemperatur und Bewegung einige Stunden. Warmes, bewegtes Wasser und regelmäßiger Wasserwechsel beschleunigen den Vorgang deutlich.
Welches Stützmaterial verwende ich für ABS?
HIPS. Es druckt bei ähnlichen Temperaturen wie ABS und lässt sich anschließend in Limonen auflösen. PVA ist für ABS in der Regel nicht geeignet.
Brauche ich einen Drucker mit zwei Düsen?
Sie brauchen einen Drucker, der zwei Materialien verarbeitet: zwei Druckköpfe, ein Werkzeugwechsler oder ein Multimaterial-System wie AMS oder MMU.
Warum lässt sich mein PVA schlecht drucken?
Meist ist es feucht. Feuchtes PVA wird weich und klebrig, verstopft die Düse und bricht im Förderweg. Trocknen Sie die Spule und drucken Sie aus einer Trockenbox.
Muss die ganze Stütze aus PVA sein?
Nein. Es reicht, nur die Kontaktschichten unter dem Bauteil aus PVA zu drucken und den Rest der Stütze aus dem Hauptmaterial. Das spart Material und Zeit.